Besonderheiten des Ortes

(Texte von Josef Leifert)

Der Drostenhof

Der Drostenhof ist wohl das bedeutendste Renaissancegebäude Westfalens. Er wurde von Dirk von Merveldt und seiner Frau Drüke von Nagel nach Ende der Wiedertäuferzeit in Münster von 1545 – 1557 gebaut. Noch heute ist der Drostenhof im Besitz der Familie von Merveldt. Das Hauptgebäude beherbergte bis 2015 das Westpreußische Landesmuseum. Zu der Zeit konnten auch Vereine die Räumlichkeiten regelmäßig nutzen.  Heute kann der Drostenhof leider nur noch von außen besichtigt werden. Benedikt Graf von Merveldt, der augenblickliche Besitzer des Drostenhofes, hat seit 2015 die öffentliche Nutzung des Gebäudes  unterbunden.  Der Park des Drostenhofes wurde vom Eigentümer leider geschlossen und steht aktuell auch für Erholungssuchende nicht mehr zur Verfügung.

Kultur vor Ort

Vor etwa 15 Jahren wurde der Förderkreis Drostenhof gegründet. Er führte im Haupthaus des Drostenhofes regelmäßig kulturelle Veranstaltungen durch. Nach Wegzug des Westpreußischen Landesmuseums nach Warendorf und der nachfolgenden privaten Nutzung des Haupthauses durch die Familie Merveldt hat der Förderkreis Drostenhof sich den Namen „Kultur vor Ort“ gegeben. Die kulturellen Veranstaltungen finden seitdem im Gemeindezentrum der evangelischen Christuskirche statt.

Die Wolbecker Burg

Wolbeck hatte im Mittelalter sogenannte Wigboldrechte, also stadtähnliche Rechte. Die Wolbecker Burg, von der heute außer einer Motte, also  einem Erdhügel, und einem gemauerten Brunnen nichts mehr vorhanden ist, war bevorzugter Aufenthalt der münsterischen Fürstbischöfe. Wolbeck war im Mittelalter eine befestigte Ackerbürger- und Handwerkerstadt. Die geplante Stadtanlage ist heute noch sehr gut zu erkennen.

Pfarrkirche St. Nikolaus

Die Pfarrkirche St. Nikolaus Wolbeck hat einen romanischen Turm. Die dreischiffige gotische Hallenkirche stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Der Turm erhielt im 17. Jahrhundert eine barocke Haube. Der barocke Hochaltar geht auf einen Entwurf von Johann Conrad Schlaun zurück. Das Bodenniveau der Kirche ist wegen der häufigen Überflutungen durch die nahe gelegene Angel um 1.50 m angehoben werden.

Zibomo-Museum

Die ehemalige Schule wurde 2004 von der Limberg Stiftung gekauft und der ZiBoMo-Gesellschaft zu einem Museum ausgebaut. Diese hat das Museum von der Stiftung erworben und ist nunmehr Eigentümer. Das Gebäude wurde 1892 als Knabenschule erbaut. Das Museum beherbergt vielfältige Exponate aus der Zibomogeschichte. Zusätzlich sind Abteilungen eingerichtet worden, in denen Wolbecker Vereine und Gruppierungen über ihre Aufgaben und ihre Geschichte berichten.

Ein Besuch des Museums ist daher sehr empfehlenswert!!!
Besichtigungen können bei Wilbernd Jäger Tel 02506/307734 und Walter Lauman Tel. 02506/2556 angemeldet werden.

Gartenbauzentrum

Das Gartenbauzentrum (ehemalige Gartenbauschule) der Landwirtschaftskammer Nordrhein Westfalen führt seit der Umorganisation durch die Landwirtschaftskammer für das gesamte Land NRW die überbetriebliche Ausbildung für den Bereich Gartenbau durch.
Dabei werden die Auszubildenden im Gartenbau in den Berufssparten, die sie in ihren spezialisierten Gartenbaubetrieben nicht erhalten, überbetrieblich geschult.
Leider hat die Landwirschaftkammer die ehmalige Gartenbauschule, die europaweit einen hervorragenden Ruf hatte, nach Essen verlagert.
Wolbeck ist auch zentraler Standort der Landwirtschaftsschulen.

Amtshaus Wolbeck

Das 1923 für das ehemalige Amt Wolbeck errichtete Amtshaus war bis 2015 Sitz der Bezirksverwaltung Süd-Ost der Stadt Münster. Heute ist es in   Privatbesitz

Der Tiergarten

Der Wolbecker Tiergarten ist das ehemalige Jagdrevier der münsterischen Fürstbischöfe. Der Tiergarten hat eine Größe von ca. 300 ha. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 fiel der Tiergarten an den preußischen Staat. So wird berichtet, dass unmittelbar nach der Säkularistion General Blücher mit seinen Offizieren den Tiergarten „leergeschossen“ hat.
Heute gehört der Tiergarten dem Land Nordrhein-Westfalen und wird vom Landesbetrieb Forst verwaltet.

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