Wi küert Platt

plattdeutsche Videos

Wegen der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben wir eine Videoreihe mit plattdeutschen Lesungen gestartet. So kann nun auch online der plattdeutschen Sprache gelauscht werden.

Marlies Langkamp, Egon Becklas und Bernhard Karrengarn werden in den nächsten Wochen Vötälsels, Dönkes un Riemsels von verschiedensten plattdeutschen Schriftstellern vortragen und wünschen dabei allen Freundinnen und Freunden des Münsterländer Platt: Masse Plaseer  bi´t Lustern. 

Unten auf der Seite findet man einen Hinweis auf weitere Seiten. 

 

Plattdeutsch im Achatiushaus

Seit über 10 Jahren lesen Mitglieder des Heimatvereins Wolbeck an jedem ersten Mittwoch im Monat von 10.15 Uhr bis 11.00 Uhr plattdeutsche „Riemsels un Vötälsels“ im Achatiushaus  Wolbeck. Die Zuhörerinnen und Zuhörer kommen sowohl aus dem Achatiushaus selber, aber auch aus dem gesamten Stadtteil Wolbeck. Manchmal sind auch Gäste aus den Nachbargemeinden und -stadtteilen dabei.   Hin und wieder werden auch Lieder in Plattdeutsch gesungen, die Bernhard Karrengarn auf der Gitarre begleitet. Eintritt wird nicht erhoben.

Oft geben die plattdeutschen Texte auch einen lebendigen Anlass, über deren Inhalt und  die eigenen Erfahrungen zu sprechen, die sich mit den Texten verbinden lassen. Das bereichert dann sehr.

Wer möchte, kann auch eigene Texte vortragen.

Der Teilnehmerkreis ist in den letzten Jahren zahlenmäßig erfreulicherweise ziemlich konstant geblieben. Dennoch würden sich die Vorleser über neue Plattdeutsch-Freundinnen und -freunde sehr freuen.

Eingeladen sind alle, die Freude an der plattdeutschen Sprache haben.

Im Augenblick finden wegen der besonderen Situation in Alten- und Pflegeheimen in der Corona-Pandemie keine Lesungen statt. Die Situation muss abgewartet werden. 

Besonders betroffen macht uns alle der Tod von Berni Roer im Mai dieses Jahres, der zusammen mit Lene Teutemacher und Bernhard Karrengarn seit vielen Jahren zum Kreis der Vortragenden gehörte.

Küerkring

An jedem letzten Mittwoch im Monat treffen sich alle seit bald 10 Jahren die, „de an de plattdütske Spraoke Plaseer häbbt“, um 19.00 Uhr in der Gaststätte Sültemeyer.  Dazu ist jeder herzlich willkommen. Es wird nicht vorausgesetzt, dass man die Sprache beherrscht, sondern jeder kann so „küern, äs em de Snawel wassen is“. Es gibt keine festen Themen, sondern der Alltag und die Menschen in Wolbeck und Umgebung – früher und heute – sind im Allgemeinen das Thema.

In den letzten Monaten ist der Kreis der Teilnehmer leider geschrumpft. Der Anteil der  Teilnehmerinnen ist außerdem sehr gering. Der Heimatverein möchte aber diese lebendige Begegnung in plattdeutscher Sprache („plattdütkse Unnerhollung“) weiterhin gern im Programm behalten. Deshalb laden wir alle Wolbeckerinnen und Wolbeck „för ne Mul´ vull Platt“ noch einmal herzlich zu Sültemeyer ein.

Inviteert

Laiwe Fröndinnen un Frönde van de plattdütske Spraoke,

dat Mönsterlänner Platt gaiht ues to Hiärten, wieldat düsse Spraoke so hiärtlik un waam lütt, aowwer manks auk direktemang un liekut dän Nagel up ´n Kopp drepp. Wi küert gään Platt, daobi kümms di hännig naiger un kriggs masse Plasseer.
Siet Jaor un Dag kuemt wi an dän lesten Gunsdag/Middewiärken in´n Maonat Klock siebben aoms bi Sültemeyers in Küerkring bineen. Alle Lüe, de Plasseer an ´t Plattdütskküern häbbt, sin hiärtlik inladen. Et kümp daobi nich drup an, of  ´t een hunnertpersentig küern kann, ne, dao kann jedereen küern, äs em de Snawel wassen is. Wi bäbbt dat leste Maol beschluoten, dat et tokünftig all üm Klock sieben losgaiht. 
An dän iärsten Gunsdag in´n Maonat liäst wi (Bernhard Roer, Lene Teutemacher und Bernhard Karrengarn) üm Klock Veerdel nao tain in ´t Achatiushuus in Wolbiek eene Dreiveerdelstunn Riemsels un Vötälsels. Dao kann jedereen lustern. Af un an singt wi daobi auk een plattdütsk Leedken.
Übersetzung ins Hochdeutsche:

Liebe Freundinnen und Freunde der plattdeutschen Sprache,

das münsterländer Platt geht uns zu Herzen, weil die Sprache so herzlich und warm klingt, aber auch oft direkt und geradeaus den Nagel auf den Kopf trifft. Wir sprechen gern Platt, denn dabei kommt man sich schnell näher und bekommt viel Spaß.

Seit vielen Jahren treffen wir uns am letzten Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr bei Sültemeyer zum plattdt. Gesprächskreis. Alle, die Freude am Plattdeutschsprechen haben, sind herzlich eingeladen. Es kommt dabei nicht darauf an, ob jemand das Plattdeutsch hundertprozentig sprechen kann. Jeder spricht, wie er möchte. Beim letzten Mal wurde beschlossen, dass wir uns zukünftig schon um 19.00 Uhr treffen. 

An jedem ersten Mittwoch im Monat lesen wir (B. Roer, L . Teutemacher, B. Karrengarn) von 10.15 Uhr bis 11.00 Uhr im Achatiushaus plattdeutsche Gedichte und Erzählungen. Da kann jeder zuhören. Ab und zu singen wir dabei auch plattdeutsche Lieder.

Die Leitung der Veranstaltungen liegt bei Bernhard Roer.

Besuch der Niederdeutschen Bühne

In den ersten Monaten eines jeden Jahres bieten wir eine Busfahrt nach Münster zu einer Aufführung der Niederdeutschen Bühne an. Diese Veranstaltung ist stets gut besucht und wir laden auch Sie herzlich zur Teilnahme ein. Wir machen im Jahresprogramm und durch rechtzeitige Pressehinweise auf dieses Angebot aufmerksam.

„Plattdeutsch – besinnlich und heiter“

Zu diesem seit vielen Jahren zum festen Programmbestandteil des Heimatvereins gehörenden Abend laden wir alle zwei Jahre im Herbst ein. Mitglieder der Heimatvereins lesen plattdt. Riemsels und Vötälsels.

Plattdeutsche Lieder singen

Bei vielen Veranstaltungen bieten wir das  Singen von plattdeutschen Liedern an. So werden beim Heimatabend sowie bei anderen Gelegenheiten plattdeutsche Lieder gesungen oder Texte in plattdeutsch vorgetragen.

(Texte von Bernhard Karrengarn, Vors.)

Ut miene Kinnertiet in Wolbiek

Een Riemsel van Bernhard Karrengarn, aus: Joh. Loy, Heimat ist nicht nur ein Ort…, Münster 2016, Aschendorf Verlag, S. 129ff.

links: Maria (Mia) Spitthöver, später Karrengarn, vor dem Elternhaus in der Neustraße, rechts ihre Freundin